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Vielleicht habt ihr schon mal jemanden davon reden gehört, oder eigentlich bin ich mir ziemlich sicher, dass ihr schon mal jemanden davon reden gehört habt. Vom Abenteuer Austausch. Mein Abenteuer Austausch führte mich nach Norwegen, genauer gesagt in eine Kleinstadt namens Gjøvik. Diese liegt etwa 2 Autostunden von Oslo entfernt und die nächste grössere Stadt, die ihr vielleicht kennt ist Lillehammer. Ja, genau, dort haben schon mal die olympischen Winterspiele stattgefunden, womit wir auch schon beim ersten Thema wären, über das die sonst eher stillen Norweger stundenlang diskutieren können. Sport! In Norwegen sind die allermeisten Menschen sehr sportlich und trainieren mehrmals in der Woche und wenn nicht, dann ist das Schulturnen auch sehr hart, verglichen mit der Schweiz. Der Nationalsport schlechthin ist übrigens Langlauf und wer schon einmal ein Langlaufrennen im Fernsehen gesehen hat weiss auch wieso…

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Das zweite grosse Thema über das man in Norwegen spricht ist das Wetter und die Natur. In Norwegen ist die Natur ja auch wirklich fantastisch und ich denke das ist ein Grund warum die meisten Norweger eine Hytta besitzen. Das ist so etwas wie ein Ferienhaus in der Schweiz, nur dass die Hytta nicht im Dorf steht sondern irgendwo im nirgendwo und es hat meistens nichts als Natur rundherum.

Dann ist da noch, gerade unter Austauschschülern sehr beliebt, die Sprache. Einige lernen sie schneller, andere brauchen ein bisschen länger, aber Norwegisch hat sehr viele Ähnlichkeiten mit Deutsch und so wundert es nicht, dass deutschsprachige viel schneller lernen als zum Beispiel die Asiaten, die generell ein bisschen mehr Mühe haben mit allen westlichen Sprachen.

Um euch aber alles zu erzählen was man in einem Austausch so erleben kann reicht ein solcher Artikel nicht aus, darum habe ich beschlossen, dass ich euch einfach eine kurze Geschichte erzählen werde. Diese ist aus meinen Herbstferien in Trondheim: Dort besuchten wir nämlich meine Grosstante und mein Grossonkel, die sind allerdings nicht viel älter als meine Eltern, wegen sehr grosser Altersunterschiede in der Familie. Alle zusammen gingen wir dann auf einen kurzen Spaziergang am Abend, auch Kveldstur genannt. Dieser sollte laut meiner Grosstante nicht viel länger als 500 Meter sein und eine schöne Aussicht sollte man auch haben. Da liefen wir los und nach 500 Metern hiess es, dass es nun ganz nah sei. Und wir liefen und liefen und liefen. Auch nach 2 Kilometern hiess es immer noch, es sei nicht mehr weit. Und wir liefen weiter und weiter und weiter. Nach 4 Kilometern kamen wir dann schlussendlich an und dann mussten wir ja auch noch wieder zurück… Immerhin die Aussicht war wunderschön, auch wenn es dann sehr dunkel wurde auf dem Nachhauseweg, und mein Bruder hatte ziemlich Angst, worauf das Ganze noch zu einem ziemlichen Abenteuer wurde, denn ich wusste nie wann sich plötzlich jemand an mich klammerte, allerdings konnte ich ihn verstehen, denn er ist ja erst acht;)

Aber wenn ich etwas gelernt habe seit ich hier bin, dann sicherlich dass man nicht immer alles so genau nehmen darf in einem Austausch und auch mal mit einem Lächeln über das, was nicht so freut, wegschauen muss. Ausserdem ist jeder Austausch verschieden, und es ist eine super Erfahrung. Und glaubt mir, wenn ihr euch dafür entscheidet einen Austausch zu machen, wird die Zeit nur so verfliegen, denn das tut sie im Moment auch bei mir.

Darum wünsche ich jetzt allen ein gutes restliches Schuljahr und hoffe ihr geniesst es genauso wie ich, auch wenn es manchmal ein bisschen stressig ist. Ha det bra(Tschüss auf Norwegisch)J

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