Das Kalenderblatt zeigt Sonntag, 18. November 2018. Um 14:10 treffen sich die Komitees St. Gallen und Thurgau beim Bahnhof St. Gallen. Mit dem Postauto geht es weiter hinauf nach Stein, AR. Auf dem Programm: Einmal selber Käse herstellen zu können.

Martin, der Käser im Appenzeller Museum, hat die Milch bereits für uns vorbereitet. Zuerst zerteilt er die Masse mit einem speziellen Instrumt. Anschliessend dürfen wir alle Handanlegen und beim Rühren der Masse helfen.

Nach 20 Minuten schöpft Martin einige Liter Molke ab, die wir auch gleich probieren dürfen. Anschliessend kommt die Milch/Käsemasse nochmals aufs Feuer und wird auf 41 Grad erhitzt. Die genauen Temperaturen sind wichtig, damit es einen guten Käse gibt. So kontrolliert Martin auch immer wieder die Temperaturen. Als die gewünschte Wärme erreicht wird, nimmt der Käser den Kessel vom Feuer. Mit Volunteer Jonas zusammen nimmt er die Käsemasse aus der Molke heraus und füllt sie in ein Holzgefäss, damit die Flüssigkeit ablaufen kann.

Nachdem der grösste Teil der Flüssigkeit abgelaufen ist, füllt Martin den Käsemasse, welche die Konsistenz von Hüttenkäse hat, in runde Behälter, auf die er zusätzliche Gewichte legt. Nach drei Minuten Wartezeigt zeigt Martin uns die Käseleiber bevor er sie gedreht wieder in die Form tut. Der historische Käser erklärt uns, dass er dies nun mehrmals wiederholen muss und sie anschliessend in warmes Salzwasser einlegen muss. Nur so geht die Flüssigkeit ganz aus dem Käse heraus und wird damit nicht ungeniessbar. Die nächsten Monate werden die Leiber dann täglich mit einem Salz-/Kräutersulz eingerieben. Mitte Januar können wir die Leiber dann im Museum abholen. Das wird mal ein Gastfamilientreffen!

Bevor es wieder nach Hause geht, bleibt Zeit, das Museum anzuschauen. Ist der obere Stock der Landwirtschaft gewittmet, ist im Untergeschoss die Stickerei und Weberei angesiedelt. Eine Museummitarbeiterin zeigt uns, wie man früher gewebt hat.

Um 17:03 nehmen wir den Bus zurück nach St. Gallen. In Erinnerung bleibt den Austauschschülerinnen und Austauschschüler ein einmaliges Erlebnis und die Vorfreude, im Frühling den eigenen Käse degustieren zu können.