Da unser Söhne im 2025/2026 mit AFS in Japan weilte, entschieden wir uns dafür, für ein Jahr einer AFS-Studentin dasselbe zu ermöglichen, was unserem Sohn in dieser Zeitspanne ermöglicht wurde. Ausserdem hatten wir ja durch seine Abwesenheit Platz für eine Gastschülerin. Wir erwarteten Mirei aus Japan mit grosser Vorfreude. Das Jahr mit Mirei verging so schnell. Sie ist eine sehr liebe und aufgestellte Person. Anfangs war sie eher scheu, aber bereits nach wenigen Wochen wurde sie immer offener und auch witzig. Je mehr sie Deutsch verstand, umso schlagfertiger und lustig wurde sie. 🙂 Sie hat unglaublich schnell und gut Deutsch gelernt. Wir haben zusammen gekocht, gebacken und Ausflüge gemacht. Wir fuhren im Sommer mit ihr zusammen in die Ferien ins Bündnerland und im Herbst nach Sardinien und erlebten eine coole Zeit mit ihr. Die ersten 2-3 Monaten fiel es ihr sehr schwer, Nein zu sagen. Also haben wir das mit ihr geübt 🙂
Wir erlebten das Jahr mit Mirei als sehr bereichernd. Auch mein Ehemann, welcher bei der Entscheidungsfindung eher unsicher war, empfand das Jahr mit Mirei als sehr bereichernd und lehrreich. „Gastfamilie-Sein“ bedeutet für uns, unsere Türen und Herzen weit aufzumachen, Offenheit und Toleranz noch grösser zu leben und einem erst fremden Menschen ganz Familie zu sein. Wir nahmen sie auf, als wäre sie unsere Tochter. Auch heute, fünf Monate nach ihrer Abreise, haben wir immer noch guten Kontakt zu ihr. Bestimmt werden wir sie mal in Japan besuchen.

Und wir sind offen dafür, wieder mal Gastfamilie zu sein.

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